Anekdot

Oder die Geschichte der Schwedin Sofie Andersson, die auszog um das Herstellen zeitgemäßer Dessous zu lernen.

Zuerst zog es Sofie nach Florenz. Dort studierte sie Mode und wurde dabei natürlich mit der italienischen Passion für Stoffe und Handwerkskunst infiziert. Danach ging Sofie nach London, um bei der „Queen des Upcycling“ – Orsola de Castro (die übrigens auch die Fashion Revolution vom Zaun brach) – zu lernen: diese begann nämlich schon in den späten 90ern übrig gebliebene Stoffe in neue Kleidungsstücke zu verwandeln. Nächste Station: Berlin. Eines Tages – Sofie war auf ihrer Suche nach zeitgemäßer Unterwäsche erfolgslos gewesen – griff sie selbst zu Nadel und Faden. Die, die sich seit Kindertagen selbst Kleidungsstücke gefertigt hatte, musste feststellen, dass es gar nicht so einfach war Dessous herzustellen, die ihren Ansprüchen gerecht wurde. Doch genau diese Herausforderung weckte ihren Ehrgeiz und einige Prototypen später war Anekdot geboren.

Ihre Stoffe und Spitzen sind Schnittabfälle, Stoffreste oder Ladenhüter, oft übriggebliebene Produktionen großer Labels (das Material für die Schwimmkollektion stammt z.B. von Speedo), die Sofie auf ihren Reisen aufstöbert. Auf diese Weise bekommen großartige Stoffe eine zweite Chance und wir wunderbar limitierte Wäsche mit ganz viel Charme.

Entworfen und genäht wird jedes Teil von Sofie selbst. Die besondere Geschichte, die hinter jedem Kleidungsstück von Anekdot (daher auch der Name ihres Labels) steht, kann man auf ihrer Homepage nachlesen. Ob dein Lieblingsstück aus einem Glücksfund französischer Spitze aus den 70ern in Florenz stammt? Oder dein Bikini aus Resten einer Speedo-Produktion, die eigens für Olympia-Schwimmer entwickelt wurde?